Stillshirt selber nähen

Stillen ist in! Während unsere Mütter dafür noch verschämt ins Hinterzimmer gingen, gilt man heute als „mutige Feministin“, wenn man in der Öffentlichkeit die Brust auspackt. Die sozialen Medien sind voll von Menschen, die sich darüber aufregen, dass mal wieder eine öffentlich stillende Frau beschimpft oder benachteiligt wurde und von Promis, die sich offen beim Stillen zeigen. Ich finde diesen Trend ganz gut, da Stillen etwas Schönes und Natürliches ist, für das man sich nicht schämen muss. Trotzdem bleibt es jeder Frau selbst überlassen, wo, wie und wann sie stillen möchte. Während das Stillen in der Öffentlichkeit doch nicht jederfrau’s Ding ist, haben die stillenden Mütter doch eins gemeinsam: Sie wollen trotzdem gut aussehen in ihren Klamotten.

(mehr …)

Kinderschürze „Aurora“: Nähanleitung mit kostenlosem Schnittmuster

Ob für die Arbeit in der Spielküche oder um Mama/Papa beim Kochen zu helfen – Deine Kinder werden begeistert sein! Die Küchenschürze „Aurora“ lässt sich problemlos viele Jahre tragen, dank der verstellbaren Bindebänder. Die Schürze passt Kindern mit den Größen 86-98, also etwa anderthalb bis zweijährigen Kindern. Der Schnitt eignet sich auch gut zur Verwertung von Stoffresten, die Du vielfältig kombinieren kannst. Die Schürze lässt sich auch mit Rüschen oder Borten noch aufpeppen oder mit zusätzlichen Taschen versehen.
(mehr …)

Elegant in den Frühling: Rock und Wickelshirt

Aus gegebenem Anlass kann ich aktuell leider keine neuen Oufitbilder posten. Ich bin immer noch schwanger und passe daher immer noch in keins meiner selbstgenähten Kleidungsstücke. Daher stelle ich Dir heute mein schönstes Frühlingsoutfit aus den letzten Jahren vor:

Rock und Shirt im Vintagestil

Das Shirt

Das Shirt ist nach dem Kleiderschnittmuster aus der Fashionstyle 09/2017 entstanden. Der Schnitt mit der raffinierten Wickeloptik ist eigentlich für ein Kleid, welches ich auch schon genäht habe (Hier ist der entsprechende Beitrag dazu). Da mir der Ausschnitt so gut gefallen hat, habe ich das Schnittmuster kurzerhand bis zur Hüfte gekürzt und mir noch ein Shirt daraus gemacht. Für das Shirt habe ich einen etwas dickeren Jersey verwendet als für das Kleid. Durch den etwas steiferen Stoff sitzt es optimal und sieht sehr elegant aus. Die Ärmel habe ich auch kürzer gemacht, das Original-Schnittmuster hat lange Ärmel. Ich habe es im letzten Jahr gerne und oft getragen, sowohl zu Röcken als auch zu Jeans.

Der Rock

Auch den Rockschnitt habe ich bereits zum zweiten Mal genäht. Der Schnitt stammt aus der Burda Easyfashion F/S 2009. Zum ersten Mal habe ich diesen Rock auch 2009 genäht. Unglaublich, das ist schon fast 10 Jahre her… Der Rock besteht aus einer Passe und einer langen, rechteckigen Rockbahn die vorne und hinten in Falten gelegt wird. Den Saum habe ich zusätzlich mit einem schwarzen Samtband dekoriert. Der Rock ist wirklich sehr einfach zu nähen, man sollte aber die Passe genau auf die eigenen Maße anpassen. Ich habe mich da irgendwie vermessen und habe den Rockbund dann danach oben noch ein bisschen eingekräuselt, damit er nicht absteht.

 

Mehr Fotos?!

Leider hatte ich es damals beim Nähen recht eilig, so dass ich es versäumt habe Fotos vom Entstehungsprozess beider Kleidungsstücke zu machen. Die Fotos vom Outfit auf dem Balkon sind leider auch nicht besonders gut geworden, so dass ich leider im Moment keine Bilder von den Details von Shirt und Rock habe. Die werde ich aber – Sobald ich beides wieder anziehen kann – nachreichen.

 

Gefällt dir dieses Outfit? Hast du Fragen zum Nähen, den Stoffen oder den Schnitten?  Dann schreib mir doch einen Kommentar auf meiner Facebook-Seite oder besuche mich auf Instagram.

Neckholder-Sommerkleid Vintage Style

selbstgenähtes Kleid mit Neckholder und Tellerrock

Heute stelle ich euch  ein etwas älteres Projekt vor; Ein Rockabilly-Kleid aus feiner Baumwolle mit weit schwingendem Rock und schwarzer Passe.

Das Kleid selbst habe ich bereits 2012 angefangen, nachdem ich diesen großartigen Stoff auf dem Stoffmarkt gefunden hatte. Es ist ein dünner Baumwollstoff mit einem eher abstraktren grafischen Muster, das wie ein Verlauf immer größer wird.

Schwarz Weißer Baumwollstoff

 

Der Schnitt für das Kleid stammt aus der Burda 6/2011 und wurde dort als „Strandkleid“ bezeichnet. In der Burda Nähanleitung werden Miederstäbchen für das Oberteil verwendet. Da diese allerdings nicht besonders zu meiner Figur passen (Sie verbiegen sich mit der Zeit), habe ich darauf verzichtet. Besonders schön an dem Schnitt finde ich den weitschwingenden Rock, der mit Petticoat besonders gut zur Geltung kommt.

Nachdem ich das Projekt 2012 also begonnen hatte, habe ich es allerdings recht schnell wieder liegenlassen. Ich hatte Schwierigkeiten, das Oberteil auf meine Figur anzupassen, der Rock saß nicht so richtig und irgendwie hat mir das ganze Kleid dann nicht mehr besonders gefallen. Also kam es in die Wartekiste.

Bis zu diesem Sommer. Im Moment probiere ich gerne viele verschiedene Kleider-Schnitte aus. Da ich mir unbedingt ein Vintage-Kleid nähen wollte, holte ich die angefangene Variante von 2012 wieder aus der Kiste.

Rockabillykleid schwarz weiß

 

Die Passe hatte ich ursprünglich in weiß genäht. Allerdings hatte sich der Stoff mit der Zeit etwas verfärbt und es war nun ein ganz anderes weiß als das des Kleiderstoffs. Also habe ich die Passe abgetrennt und in schwarz nochmal genäht. So gefällt mir das Kleid auch viel besser, der Kontrast sieht einfach besser aus. Die Anpassung des Oberteils ging erstaunlich schnell. Das Bild oben ist das „vorher“-Bild. Ich habe das Oberteil nochmal neu aufgetrennt und den Reißverschluss neu eingenäht. Dann habe ich auch das Futter etwas korrigiert und die neue Passe angesetzt.

Mein selbstgenähtes Vintagekleid

Kimono Jacke

Kimono Blazer selbernähen

Den Stoff hatte ich im letzten Jahr für ein Abendkleid gekauft, das ich dann aber doch aus einem anderen Material genäht habe. Seitdem lag er im Schrank und wartete auf seine Bestimmung. Zur Zeit nähe ich viel Praktisches für die Zeit nach der Schwangerschaft und die Stillzeit, da sprang mir diese Anleitung aus der aktuellen Simply Nähen direkt ins Auge.
(mehr …)

Nähtipps Nr. 2: Welche Nadel für welchen Stoff?

Nähmaschinennadel auswählen

Ich kann mir absolut keine Zahlen merken. Konnte ich noch nie. Deswegen habe ich immer keine Ahnung, welche Nadel gerade in meiner Maschine ist. Als kleine Gedankenstütze packe ich immer die Packung der aktuell genutzten Nähmaschinennadel in das Fach unter der Maschine, damit ich weiß, wo ich nachschauen muss. Trotzdem muss ich bei jedem neuen Nähprojekt immer wieder Google anwerfen um herauszufinden, welche Nadel ich nun dafür brauche. Für alle, denen es genauso geht ist dieser Blogbeitrag. Speichert ihn in euren Favoriten im Browser ab oder druckt euch mein Cheat-Sheet aus und klebt es Euch ins Nähkästchen. Hier ist ein Überblick, welche Nadel Du für welchen Stoff benötigst.
(mehr …)

Musikalisches Vintage-Kleid

Retrokleid aus tollem Notenstoff

Letzte Woche habe ich mein neues Lieblingsteil für den Frühling fertiggestellt: Ein leichtes Blusenkleid, inspiriert vom Stil der 50-er Jahre. Dabei hatte ich auch Gelegenheit, die Knopflochautomatik meiner Nähmaschine auszuprobieren.

Das Schnittmuster ist das Kleid „Evelyn“ aus der aktuellen Ausgabe der Simply Nähen (02/2019). Es ist das Covermodell und hatte mich direkt im Zeitschriftenregal schon angesprochen, da ich ein besonderes Faible für Vintage-Kleider habe. Der Schnitt wirkte auf den ersten Blick nicht besonders kompliziert und ich finde die Kombination des tiefen V-Ausschnitts mit dem kleinen Kragen ziemlich süß. Vorne ist das Kleid zum Knöpfen und an der Taille mit einem Gummiband gerafft. Also ideal für die Zeit nach der Schwangerschaft, wenn ich  zum Stillen ein knöpfbares Oberteil brauche und die Figur vielleicht auch noch nicht wieder so gut in Form ist.

Den schönen, musikalischen Stoff habe ich bereits letztes Jahr im August im Ausverkauf des Mannheimer Nähcenters entdeckt. Die Dame im Laden hat mich dann gefragt, ob ich denn ein Instrument spiele, weil ich vom dem Notenmuster so begeistert war. Ich habe ihr dann erklärt, dass ich leider keinerlei Talent fürs Musizieren besitze, allerdings leidenschaftlich gerne Musik höre – Bevorzugt Rock und Heavy Metal.
Es ist ein leichter, fließender Baumwollstoff der toll fällt und sich sehr weich auf der Haut anfühlt – Ideal für Blusen oder eben ein leichtes Kleid. Da ich letztes Jahr einfach kein schönes Schnittmuster dafür gefunden hatte, lag er im Schrank und hat wahrscheinlich nur auf diesen Schnitt gewartet. Die Knöpfe habe dazu habe ich dann spontan in der Stoffgalerie Rust in Neustadt eingekauft.

Nähen: Komplizierter Kragen und ein Experiment bei der Knopfleiste

Dies ist mein erstes Nähprojekt aus der Simply Nähen. Da ich meistens nach Burda Style Schnittmustern nähe, bin ich mit den Burda-Nähanleitungen bestens vertraut. Daher war ich sehr gespannt, wie ich mit der Schritt-Für-Schritt Anleitung aus der Simply Nähen zurecht komme. Ich habe mir die Anleitung erstmal durchgelesen, schon bevor ich das Schnittmuster ausgeschnitten habe. Alles war klar verständlich beschrieben. Besonders gut fand ich, dass an vielen Stellen auch erklärt wurde, warum bestimmte Arbeitsschritte gemacht werden. So steht dort zum Beispiel, dass der Kragen bewusst nicht mit Vlieseline verstärkt werden soll, damit er schöner fällt, oder dass man den Ausschnitt optional noch mit Nahtband vestärken kann. Diese Erläuterungen fand ich sehr hilfreich, weil ich so besser bewerten konnte, in wie weit ich Schnitt und Nähweise auf meinen Stoff anpassen musste.

Im Gegensatz zu Blusen oder anderen Hemdblusenkleidern die ich bisher genäht habe, ist es hier wirklich wichtig, dass der Kragen weich fällt. Ist der Kragen zu steif, würde er hinten abstehen und sich nicht richtig an den Halsausschnitt legen, oder Falten bilden. Bisher hatte ich noch nie so einen Kragen genäht, daher war ich Anfangs etwas irritiert davon und konnte mir nicht vorstellen, wie dieser Kragen am Ende gut aussehen sollte. Als ich das Oberteil dann fertig genäht hatte, war mir aber klar, was damit gemeint war. Auf den Bildern hier sieht man ganz gut, dass dieser Kragen recht flexibel ist und eben mit dem leichten Stoff des Kleides etwas schwingt und sich mitbewegen soll, vor allem eben hinten.

Der Kragen

Als erstes wird bei diesem Kleid das Oberteil zusammengenäht, direkt darauf folgt der Kragen. Hier hatte ich schon am Anfang so eine Vorahnung, dass ich diesen wohl nicht unverstärkt nähen sollte. Zwar steht es so in der Anleitung, jedoch hatte ich die Befürchtung, dass mein Stoff einfach zu leicht war, um Kragen, Ausschnitt und Schulternähte ohne zusätzliche Verstärkung zu arbeiten. Leichte Stoffe, die aber trotzdem gut fallen haben oft die Eigenschaft, an den Schulternähten zu verziehen und ein Kragen, der bei jeder Bewegung seine Position ändert und knittert, sieht auch nicht so schön aus. Nach Rücksprache mit den lieben Nähfreundinnen aus der Facebook-Gruppe „Frauenkleidung selber nähen„, habe ich mich dann entschieden, Kragen, Schultern und Ausschnitt doch zu verstärken.

Kragen ohne Vlieseline nähen

Hemdblusenkleid Ausschnitt mit Kragen

Den unteren Kragen habe ich mit einer ganz leichten Vlieseline unterlegt, so dass er nachwievor weich fällt und nicht zu steif wird, aber ein bisschen in Form bleibt. Den Halsausschnitt und die Schulternähte habe ich mit Vlieseline Nahtband unterlegt.

Dennoch wollte der Kragen am Anfang einfach nicht so richtig sitzen. Nach dem ersten Anheften war ich mit dem Ergebnis so gar nicht zufrieden. Der Kragen entsprach zwar genau der Größe auf dem Schnittmuster, aber nicht der Größe auf dem Bild vom fertigen Kleid. Die Enden des Kragens reichten bis zum Ende der Schulternähte, auf dem Bild aber nur bis zur Mitte der Schultern. Zudem war der Fall des Kragens hinten wirklich seltsam, da war plötzlich eine zusätzliche Falte, die gar nicht da hin gehörte. Ich hatte erst schon die Befürchtung, dass es an der Vlieseline im Kragen-Unterteil lag. Also habe ich den Kragen wieder abgetrennt, um 1cm in der Breite gekürzt und noch einmal eingenäht. Siehe da – Plötzlich passte alles. Der Kragen fällt jetzt perfekt, auch von hinten.

Knopfleiste mit der Knopflochautomatik

Bei meiner Nähmaschine war bereits ein Fuß für die Knopflochautomatik dabei. Knopflöcher gehören für mich zu den schwersten und riskantesten Nähtechniken überhaupt. Hier muss alles auf Anhieb sitzen. Ein falsch genähtes Knopfloch lässt sich nicht mehr auftrennen und rückgängig machen. Daher habe ich großen Respekt davor und hatte mich bisher noch nicht getraut, die Knopflochautomatik zu nutzen – Zumal ich auch nicht so genau wusste, wie sie funktioniert. Leider findet man hier bei Google und Youtube nicht sehr viele Informationen. Es gibt zwar einige Videos zu anderen Pfaff-Maschinen, aber leider ist die Funktion bei jedem Modell dann doch ein wenig anders. Also habe ich mir einen Stoffrest genommen und die Bedienungsanleitung meiner Maschine und habe einfach ausprobiert. Tatsächlich hat es einfacher funktioniert, als gedacht. Ich hatte mit wesentlich mehr Zeit gerechnet, bis die Knopflöcher sitzen. Mit dem Automatik-Fuß wurden die Knopflöcher wirklich perfekt gleichmäßig und haben sich wie von selbst genäht. Man muss einfach nur den Fuß einstecken, ein Knopfloch nach Wunsch auswählen und die Länge einstellen. Eine Maßtabelle dafür ist direkt oben an der Maschine, neben den Stichen. Dann näht die Maschine das Knopfloch komplett von selbst. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, ich habe so wesentlich saubere Knopflöcher hinbekommen, als mit der manuellen Knopflochfunktion.

Kleid Evelyn fertige Knopfleiste

Auf dem Foto sieht man noch ganz gut die angezeichnete Linie für die Knöpfe und Knopflöcher. Die hatte ich direkt nach dem Zuschneiden auch nochmal zusätzlich mit Heftfaden markiert. Da ich es nicht besonders mag, den Heftfaden „einzunähen“, habe ich den vor den Knopflöchern rausgezogen und mir die Linie nochmal eingezeichnet. Da der Stoff leider sehr ausfranst, habe ich ihn an den Knopflöchern noch mit etwas Stoffkleber fixiert, damit die Ränder der geöffneten Knopflöcher ordentlich aussehen.

Der Rest: Ärmel, Rock und Gummibund

Nachdem das Oberteil fertiggestellt war,  restlichen Arbeitsschritte am Kleid waren einfach und schnell gemacht. Die Ärmel werden leicht gerafft eingesetzt und dann unten einfach umgenäht. Bei einem schwereren Stoff hätte mich die Passform womöglich gestört, da sie so seitlich etwas abstehen. Da mein Notenstoff allerdings gut fällt, sieht man das kaum. Der Rock wird auch oben gerafft und dann an das Oberteil genäht. Der Gummibund, der eine tolle Taille zaubert, sitzt auf der großen Nahtzugabe des Rockteils. Laut Anleitung sollte man diese dann auf dem Rockteil festnähen, nachdem das Gummiband eingezogen wurde. Auf diesen Arbeitsschritt habe ich allerdings verzichtet. Die Falten des Rocks fallen so viel schöner, als wenn sie oben festgenäht wären und der Rockbund bleibt so etwas denbahrer, was das Anziehen erleichtert. Ich habe also die Nahtzugabe mit dem Gummiband einfach nach unten umgeschlagen und auf den Nahtzugaben von Hand etwas angenäht, damit sie nicht nach oben klappt.

Vintagekleid Evelyn aus der Simply Nähen

Styling: Das perfekte Kleid für den Frühling und das Sommerpicknick

Leider muss dieser Teil des Blogbeitrags etwas später folgen – Aktuell passe ich dank Babybauch noch nicht wirklich in das Kleid. Daher folgen die Tragefotos später, wenn meine Tochter geboren ist und ich wieder vor die Tür gehen kann. Den Saum des Kleides habe ich daher auch noch nicht umgenäht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es immer besser ist, den Saum direkt beim Tragen abzustecken bzw. abstecken zu lassen als dies an der Schneiderpuppe zu machen. Selbst wenn ich die Puppe auf meine Schulterhöhe einstelle, ist sie eben doch noch etwas anders gebaut als ich und bewegt sich auch anders. Daher werde ich den Saum erst fertigstellen, wenn ich das Kleid auch anziehen kann. Bis dahin gibt es erstmal nur ein paar Bilder von der Schneiderpuppe.

Kleid mit Inspiration der Fünfziger Jahre und Gürtel

Für den Frühling werde ich zum Kleid wahrscheinlich noch ein Strickjäckchen tragen müssen, weil es noch zu kalt ist. Dafür kann ich dann meine schönen Pumps und Schnürschuhe dazu anziehen. Im Sommer werde ich es dann mit Sandalen tragen. Am besten sieht das Kleid in Kombination mit einem schönen Tailliengürtel aus. Durch den versteckten Gummibund auf der Innenseite sieht es dann aus, als würde das Kleid durch den Gürtel gerafft und der Gürtel sitzt auch immer perfekt an der richtigen Stelle. Je nach Tragekomfort werde ich mir aber trotzdem noch ein paar unsichtbare Gürtelschlaufen an den Seitennähten annähen, damit der Gürtel auch bei einem Spaziergang oder einem Tag auf dem Kinderspielplatz (Ja, das kommt wohl demnächst auf mich zu), an seinem Platz bleibt.

Resteverwertung: Babykleid und Stirnband

Ich gebe es zu – Ich stehe auf Mutter-Tochter Partnerlook. Von dem Notenstoff war wirklich nicht mehr viel übrig – Aber es hat gerade noch so für ein Kleidchen und ein Schleifchen gereicht. Das Babykleid habe ich nach dem Kostenlosen Schnittmuster „Peasant Dress“ von Sew Much Ado genäht. Da der Stoff für das mittlere Teil nicht ganz gereicht hat, habe ich es in zwei Teile aufgeteilt und unten noch eine Rüsche angesetzt. Das Stirnband ist einfach nur ein Jerseyband mit einer Schleife nach der Anleitung aus diesem praktischen Youtube-Video.

Kleines Babykleidchen mit Schleifenband

Ich bin schon sehr gespannt, ab wann es meinem Baby passt und wie es darin aussieht. Auch hier werde ich noch ein paar Fotos ergänzen, wenn es soweit ist.

 

Hast du noch Fragen zu diesem Projekt? Oder hast du dieses Kleid auch schon genäht? Schreib mir doch einen Kommentar auf meiner Facebook-Seite oder besuche mich auf Instagram.

Tipps & Tricks: Die besten Nähvideos im Netz

Die besten Nähvideos aus dem Netz

Ich nähe zwar schon sehr lange, aber ich weiß auch nicht alles. Immerhin bin ich keine gelernte Schneiderin. Manchmal habe ich eine bestimmte Fragestellung, zuweilen browse ich einfach durch die Videos bekannter Online-Magazine oder Nähblogger. Dabei habe ich einiges gefunden, was mir sehr weitergeholfen hat. Einige Videos haben mir auch regelrecht die Augen geöffnet und ich habe gemerkt, dass ich manche Techniken jahrelang falsch oder viel zu umständlich gemacht habe.

Daher zeige ich Euch hier meine Sammlung von Anleitungen und Tipps in Form von Youtube-Videos, die ich sehr hilfreich fand oder zur Rate ziehe, wenn ich Hilfe bei einem bestimmten Arbeitsschritt benötige. Ich werde die Sammlung immer mal wieder ergänzen, wenn ich ein neues, hilfreiches Video entdeckt habe.

Um die Kurve nähen

Man sollte ja denken es wäre sehr einfach, aber ich hab das tatsächlich all die Jahre lang sehr umständlich gemacht. Besonders gut in dem Video finde ich auch, wie die Stecknadeln platziert sind. Seit ich das auch so mache, werden meine bogenförmigen oder runden Nähte sehr viel besser und die Nahtzugabe verrutscht nicht. Nachdem ich dieses Video gesehen habe, habe ich mir übrigens auch so einen Magneten gekauft, der es erleichtert die Nahtzugabe einzuhalten.

Ärmel einsetzen bei Jersey-Oberteilen

In diesem Video geht es um Ärmel für T-Shirts oder Kleider aus Jersey. Ich fand es sehr hilfreich zu sehen, wie der Ärmel richtig eingepasst wird. Seit ich dieses Video gesehen habe, markiere ich die Knipse auch durch einen kleinen Schnitt mit der Schere und nicht mehr wie früher mit Heftfaden oder Trickmarker. Das macht es so viel einfacher die Passzeichen richtig zu setzen, weil sie einfach viel besser erkennbar sind, sowohl von der linken, als auch von der rechten Seite. Außerdem finde ich es sehr interessant zu sehen, wie eine professionelle Schneiderin so einen sich rollenden, krabbeligen Jersey-Saum sauber verarbeitet. Allein an den Handgriffen dabei kannst Du dir schon so einiges abschauen.

Ärmel einsetzen bei nicht-elastischen Stoffen

In diesem Video erklärt eine professionelle Schneiderin, wie man einen Ärmel richtig einsetzt. Bis ich das Video gesehen hatte, habe ich immer unten, also an der Seitennaht, mit dem Einsetzen angefangen und mich dann hinterher gewundert, warum der Ärmel nicht richtig sitzt. Wenn man oben an der Schulternaht anfängt, so wie sie es im Video macht, ist es so viel einfacher und der Ärmel sitzt auch viel besser.

Der verdeckte Reißverschluss

Ich arbeite meistens mit verdeckten Reißverschlüssen, weil ich sie optisch einfach am schönsten finde an Röcken oder Kleidern. Leider sind die mir früher nicht immer gelungen. Oft brauchte es zwei bis drei Versuche, bis der Reißverschluss wirklich richtig saß. Daher habe ich das Internet mal danach befragt und bin auf dieses Video gestoßen. Ich finde es erklärt sehr gut, wie man den Reißverschluss sauber einsetzt. Besonders hilfreich fand ich die Erläuterung, wie man den Reißverschluss ganz am Anfang schon richtig steckt. Das macht es später beim Einnähen sehr viel leichter.

Knopflöcher mit Knopflochautomatik (für die Pfaff Expression 3.5.)

Ich gebe zu, bei diesem Thema blicke ich noch nicht so ganz durch. Ich habe den Knopflochfuß mit der Automatik an meiner Maschine bereits getestet, aber das Ergebnis hat mir bisher noch nicht besonders gut gefallen. Dieses Video hier ist für die Pfaff Ambition 1.0, also für ein wesentlich älteres und etwas anders gestaltetes Modell. Allerdings zeigt es ganz gut, wie man den Fuß einbaut und einstellt, das funktioniert an allen Pfaff Maschinen gleich. Leider finde ich kein Video für die Expression 3.5. Sollte ich es irgendwann mal raus haben mit den Knopflöchern, werde ich vielleicht ein Video dazu machen.

 

Ich hoffe, dass euch diese Videos genauso viel weiterhelfen wie mir.

Kennst Du auch tolle Nähvideos? Dann schreib mir doch einen Kommentar oder poste auf meiner Facebook-Seite.

Kindertshirt nach kostenlosem Schnittmuster

Tshirt für Babies selber nähen

Der Frühling ist dieses Jahr früh dran – Und mit dem Frühling kommen auch wieder kurze Ärmel, leichte Kleider und schöne Röckchen. Für mich ist er damit gleich doppelt ein Anlass zur Freude, denn ich erwarte im April mein erstes Kind. Daher bin ich bereits voller Aufregung dabei, tolle Nähprojekte für Babys und Kinder zu suchen und teilweise auch schon umzusetzen. In diesem Beitrag stelle ich Euch ein Projekt aus dem letzten Jahr vor. Dieses kleine T-Shirt habe ich als Baby-Geschenk für Freunde genäht.
(mehr …)

Wickelshirt mit Polka Dots

Jerseyshirt in Wickeloptik

Dieses Projekt begann mit einem Paar Schuhe.

Ruby Shoo Black White Polka Dot pumps

An einem ruhigen Freitag-Abend im März entdeckte ich bei Kleiderkreisel diese wunderschönen Pumps von Ruby Shoo. Da ich Polka Dots und Retro Styles liebe (Das ist wohl nicht zu übersehen in meinem Instagram Account 🙂 ), musste ich die Schuhe natürlich sofort haben. Etwa eine Woche später standen sie vor mir und ich habe mich wahnsinnig gefreut.

Als ich jedoch meine neuen Schuhe das erste Mal anprobierte, fiel mir auf, dass ich gar kein passendes Outfit dazu habe. Ich besitze zwar ein gepunktetes Kleid, ein Haarband und ein verwaschenes T-Shirt, aber nichts davon passte wirklich gut zu den Pumps. Das Kleid passte besser zu Sandalen, das T-Shirt ziehe ich gar nicht mehr an und beim Haarband hatten die Punkte eine ganz andere Größe und Struktur. Da beschloss ich kurzerhand, mir etwas Passendes dazu zu nähen.

Stoff & Schnitt

Der Stoff mit dem passenden Punktemuster war schnell gefunden. Er stammt aus der Stoffgalerie Rust in Neustadt an der Weinstraße. Es handelt sich um einen festen, dickeren Jerseystoff. Ich mag für Shirts gerne etwas dickere Jerseys, weil ich finde dass sie sich etwas schöner an die Figur anschmiegen, als die Dünneren, die eher so herunterhängen. Außerdem sind dickere Jerseys garantiert blickdicht.

Den Schnitt habe ich selbst kombiniert aus einem „echten“ Wickelshirt aus der Burda 03/2012. Der untere Teil besteht dabei aus langen Bindebändern, ich habe ihn mit einem Shirt-Unterteil ersetzt, lediglich Ausschnitt und Brustteil haben noch die Wickeloptik. Die Ärmel habe ich ein Stückchen verlängert, da ich gerne Halbarm-Shirts trage. Ursprünglich gab es den Schnitt als Kurz- oder Langarmshirt

Shirt selber nähen: Die Nähmaterialien
Punktestoff, Schere, Schnitt – Check

Nachdem ich das Shirt zugeschnitten hatte, wollte ich ihm noch eine etwas persönliche Note geben. Einfach nur Punkte waren mir schlicht und ergreifend zu langweilig. Also habe ich meinen Fundus an Spitzen und Borten durchsucht und diese schöne lilane Elastik-Borte entdeckt. Die kam dann direkt an die Taille und die Ärmel.

Spitzenborte am Ärmelsaum und in der Taille

Nähzeit: 6 Stunden

Das Shirt selbst war sehr einfach zu nähen. Ich habe dafür etwa 6 Stunden benötigt. Die meisten Nähte habe ich mit meiner Overlock Maschine genäht, die Säume mit der Zwillingsnadel. Die Spitzenborte habe ich mit einem flachen Zickzackstich am Stoff befestigt, damit die Dehnbarkeit nicht verloren geht.

 

 

Langarmshirt in Wickeloptik selber nähen

Den Saum habe ich zum Schluss noch mit einem Bund versehen. Ursprünglich wollte ich ihn nur umnähen, mir war das Shirt dann aber noch etwas zu kurz, also habe ich es dadurch ein paar Zentimeter verlängert. Außerdem bleibt das Shirt durch den Bund an Ort und Stelle und rutscht nicht nach oben.

Ein Oberteil für alle Anlässe

Eigentlich sollte jeder so ein Punkteshirt im Schrank haben. Es passt sowohl zur Jeans als auch zum Rock und ist sowohl fürs Büro als auch für die Freizeit geeignet. Und durch die halblangen Ärmel hat es immer Saison. Mit der lila Spitzenborte habe ich dem Shirt meine persönliche Note verpasst. Seitdem ich es genäht habe, hatte ich es mindestens einmal in der Woche an. Auch die Pumps habe ich schon dazu getragen, es sieht aber auch gut aus zu schwarzen Pumps oder Converse Chucks, Hier ist mir ein echtes Lieblingsstück gelungen. Mehr Bilder von meinen Outfits mit dem Shirt findet ihr bald auf meinem Instagram Account.

Jerseyshirt in Wickeloptik selber nähen

Stehst du auch auf Polka Dots? Dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar auf  meiner Facebook-Seite oder über Instagram!