Dein altes Bandshirt ist zu klein, langweilig und es fehlt an Eleganz? Ja, so ging es mir mit einigen meiner alten Lieblingstshirts. Dieses hier habe ich nicht nur in der Weite angepasst, dank Spitzeneinsatz kommt es sogar jetzt richtig edel daher.

Abgesehen vom Bandlogo ist es nicht mehr wieder zu erkennen. Vor etwa zehn Jahren war das noch mein geliebtes Enter Shikari Girleshirt. Gekauft habe ich es 2009 direkt am Merchandise-Stand bei einem genialen Konzert von Enter Shikari & The Prodigy in Karlsruhe. Dieses Konzert war so gut, dass ich meine Schuhe zertanzt habe – Im Wahrsten Sinne des Wortes, die kamen nach dem Konzert in die Tonne und ich konnte drei Tage kaum Laufen, weil meine Füße wehgetan haben. Enter Shikari galten 2009 als der große Newcomer im Hardcore/Metalcore Bereich, was sicherlich an ihrem damals neu erschienenen Album „Common Dreads“ lag – Einer wirklich besonderen Platte, die ich auch heute noch gerne höre. Seitdem ist viel Zeit vergangen und aus meiner Sicht hat die Band seitdem nichts Hörenswertes mehr produziert.

Das T-Shirt mag ich aber trotzdem noch, es erinnert mich an ein tolles Konzert und die Songs von „Common Dreads“. Deswegen war ich schon ein bisschen traurig, als ich es zusammengeknüllt im hinteren Teil meines Kleiderschranks entdeckte – Weil es mir seit Jahren schon nicht mehr passt. Deswegen habe ich es einem kleinen Upcycling unterzogen.

Enter Shikari Bandshirt

Enter Shikari Bandshirt

Hilfe! Mein altes T-Shirt ist mir viel zu eng geworden!

Nur die wenigsten von uns haben das Glück, über Jahrzehnte hinweg die selbe Körperform zu haben. Du kennst das ja bestimmt – Du wirst älter, Du wirst dicker, Du nimmst wieder ab, machst viel Sport, lässt es wieder, das Leben nimmt seinen Lauf und hinterlässt seine Spuren am Körper. Klar, dass man dann nicht das Ganze Leben lang mit der selben Kleidergröße herumläuft.
Nach meinem ersten Upcycling-Beitrag haben mich einige Leute angeschrieben, denen es ganz genauso geht wie mir: Sie haben einen Schrank voll zu kleiner T-Shirts und würden sie gerne wieder tragbar machen.

Deswegen ist hier ein Ansatz, wie das funktionieren kann:

1. Schnittmuster erstellen

Ich habe mir meinen eigenen, wirklich gut sitzenden T-Shirt Schnitt erstellt auf Basis des Sweetheart-Tops und einigen gekauften, gut sitzenden Shirts. Wie genau ich das gemacht habe, habe ich hier in meinem Beitrag zum Top-Upcycling bereits beschrieben.

2. T-Shirt aufteilen und zuschneiden

Als nächstes habe ich den Schnitt auf mein zu kleines T-Shirt gelegt. Da war schon klar ersichtlich, wo noch Stoff fehlt: An den Seiten, vor Allem auf Brusthöhe und in der Länge. Deswegen habe ich zwei Teilungsnähte auf jeder Seite eingefügt. Einmal habe ich eine seitliche Teilung mit Einsatz gemacht und den oberen Teil des Shirts mit den Ärmeln abgeschnitten, um ihn durch einen anderen Stoff zu ersetzen. So ist das Motiv des Shirts nach unten gerutscht und ich habe unten Länge dazu gewonnen.
Die „Fehlenden“ Einsätze für die Seiten habe ich aus einem farblich passenden Jersey zugeschnitten. Der Stoff dafür stammt übrigens von einem alten T-Shirt meines Mannes, dessen Schwarzton ungefähr den selben Verwaschungsgrad hatte, wie mein Enter-Shikari-Shirt.

Zu kleines Tshirt größer machen

Auf diesem Bild sieht man das fertige Shirt von der Seite, mit dem Einsatz. Beim Tragen fällt dieser aber kaum auf. Bitte ignoriert die Katzenhaare, meine LaserKATZEN lieben das Shirt genauso wie ich 🙂

Achtung bei schwarzen Shirts! Ein schwarzer Einsatz sieht nur gut aus, wenn er auch den selben Schwarzton hat wie das ursprüngliche Shirt. Gerade bei verwaschenen Oberteilen kann es schwer sein, da einen passenden Stoff zu finden. Daher empfehle ich, lieber Einsätze in einer Kontrastfarbe zu nutzen.

Den oberen Teil des Shirts mit Ausschnitt und Ärmeln habe ich aus Elastikspitze zugeschnitten.

3. Zusammennähen und versäubern

  • Als erstes habe ich die Seitennähte geschlossen und dann das Spitzen-Oberteil an das Unterteil angenäht.
  • Die Nahtzugaben am Oberteil habe ich versäubert, nach unten gebügelt und dann mit Geradstich abgesteppt. Das reduziert die Dehnbarkeit des Shirts im Brustbereich ein wenig, sieht aber besser aus.
  • Danach habe ich die Ärmel zusammengenäht und eingesetzt
  • Den Halsausschnitt habe ich einfach doppelt eingeschlagen und mit einem Zickzack-Stich festgenäht (damit er elastisch bleibt und ich das T-Shirt über den Kopf ziehen kann)
  • Für den Ärmelsaum habe ich elastische schwarze Spitzenborte an den Enden mit Geradstich zusammengenäht und den Ring aus Spitze dann mit zwei Linien Zickzackstichen an den Ärmelsaum genäht.
  • Den Saum des T-Shirts unten habe ich mit der Zwillingsnadel versäubert

Von der Schrankleiche zum Partyoutfit

Okay, zugegeben – Auf Partys und Konzerte müssen wir dieses Jahr wohl noch lange warten. Das Outfit dafür planen kann ich aber trotzdem. Dieses T-Shirt ist kein Teil für den Alltag, für einen Nachmittag auf dem Spielplatz ist es zu schick, wegen der Spitze sollte es außerdem nur vorsichtig im Wäschebeutel gewaschen werden. Es wird aber auf jeden Fall Bestandteil meiner Garderobe für Gothic-Partys, Konzerte und Festivals.

Bandshirt Upcycling mit Einsätzen

Enter Shikari Bandshirt Upcycling

Wie sieht es bei dir aus? Hast Du dieses Jahr auch schon ein tolles Upcyclingprojekt genäht? Was war es? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Tschüsschen,
Eure Lasercat

 

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