Es war eigentlich nur eine Instagramchallenge, dann verwandelte sie sich in ein Mindset für Hobbyschneider/innen auf der ganzen Welt. Die Rede ist vom #MemadeMay. Dieses Jahr bin ich auch endlich mal dabei und ich kann nur sagen – Die Gerüchte über diese Challenge sind wahr – Meine Wahrnehmung und Wertschätzung für selbstgenähte Kleidungsstücke hat sich dadurch grundlegend verändert.

Was ist dieses #memademay eigentlich?

Der #MeMadeMay ist eine Challenge, also ein Event für Blogger, die es schon seit 11(!) Jahren gibt. Die Idee dafür hatte die Bloggerin Zoe von SoZo. Im Gegensatz zu den vielen flüchtigen Social Media Trends, die im Laufe des Jahres so auf Instagram herumgeistern, erfreut sich der MeMadeMay seit vielen Jahren großer Beliebtheit unter all jenen, die ihre Kleidung selbst nähen, stricken, häkeln oder basteln.

Ziel der Challenge ist es nicht einfach nur, jeden Tag ein hübsches Outfitfoto auf Instagram zu posten, sondern die eigene Garderobe zu reflektieren.

Hast Du auch schonmal was genäht und dann nie getragen?!

Ich jedenfalls schon und zwar mehrmals. Bis vor einigen Jahren hatte ich noch ein komplett anderes Kaufverhalten bei Kleidung als heute. Ich habe mir Kleidung spontan gekauft, weil ich sie gerade irgendwie ansprechend fand, ohne mir Gedanken darüber zu machen ob sie zum Rest meiner Garderobe passt, ob sie mir steht und ob sie überhaupt alltagstauglich ist. Genauso habe ich auch genäht. So entstanden bei mir immer wieder Kleidungsstücke deren Schnitt für meinen Körper unvorteilhaft ist, deren Farbe mir nicht steht oder die zu gar nichts in meinem Kleiderschrank passen.
Das ist doch eigentlich totale Verschwendung von Ressourcen und Zeit, oder nicht? Und genau darum geht es beim #MeMadeMay

 

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Meine Challenge: Jeden Tag etwas Selbstgemachtes

Für meinen MeMadeMay habe ich mir vorgenommen, jeden Tag etwas Selbstgenähtes zu tragen. Ich wusste schon von vorneherein, dass ich es nicht schaffen würde, das jeden Tag auf Instagram zu posten, aber darum geht es ja auch nicht. Ich wollte eben einfach wissen, ob ich wirklich genug selbstgenähte Kleidungsstücke besitze, um jeden Tag ein Outfit daraus zu kombinieren, egal ob im Alltag als Mutti, im Büro oder um Abends mal wegzugehen.

Nun neigt sich der Mai dem Ende zu und ich bin von mir selbst überrascht. Ich hatte erwartet, spätestens nach einer Woche nichts mehr zum Anziehen zu haben, doch es kam ganz anders. Ich war mir nie bewusst, dass ich bereits so viel Selbstgenähtes besitze. Viele Kleidungsstücke, die ich sowieso schon regelmäßig trage, sind selbstgemacht. Letztes Jahr hatte ich im Rahmen der #sewyourwardrobebasics Challenge eine ganze Reihe von unifarbenen Basisteilen genäht, um die abgetragenen Basics aus meinem Schrank zu ersetzen. Allein dadurch trage ich fast täglich ein selbstgenähtes T-Shirt, eine Leggings oder einen Rock.

Es macht mich auf jeden Fall ziemlich glücklich zu sehen, dass meine selbstgenähten Sachen nicht nur im Schrank liegen, sondern ganz von selbst Teil meiner Alltagsgarderobe geworden sind.

 

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Fazit: Was habe ich daraus gelernt?

Die wichtigste Erkenntnis der MeMadeMay-Challenge ist für mich, dass es sich wirklich lohnt, sich VOR dem Nähen zu fragen:

  • Passt dieser Schnitt zu meiner Körperform?
  • Habe ich den richtigen Stoff ausgewählt? Stehen mir Farbe und Muster?
  • Passt der Schnitt/Stil zu meinem persönlichen Style? Kann ich das Teil mit anderen Sachen aus meinem Schrank kombinieren?

Wenn Du schon vor dem Start Deines Nähprojekts all diese Fragen mit „ja“ beantworten kannst, dann nähst Du da gerade wahrscheinlich ein Teil, dass dich viele Jahre begleiten und glücklich machen wird.

Was außerdem noch stark dazu beigetragen hat, dass ich mehr Selbstgenähtes trage sind meine verbesserten Fähigkeiten im Bereich der Schnittanpassung. Seit ich nicht mehr nur eine Größe nachnähe, sondern die Schnitte auch bewusst auf meine Figur anpassen kann, sitzen die selbstgemachten Sachen viel besser als gekaufte – Da macht es doppelt Spaß, sie im Alltag zu tragen!

 

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Einziger Wehrmutstropfen dabei war das schlechte Wetter. Ich hatte eigentlich gehofft, im Mai schon meine schönen Frühlings- und Sommerkleider tragen zu können. Da es allerdings bis auf ein oder zwei Tage komplett kalt und verregnet war, trage ich immer noch meine Wintersachen ☹

Weil mir das Zusammenstellen und Fotografieren meiner Outfits so viel Spaß gemacht hat, möchte ich meine Lieblingsoutfits gerne in diesem Beitrag nochmal mit Dir teilen.
instagram.com/p/COpXmUatqZH/

https://www.instagram.com/p/CPAiwM3AhW0/

Und hier ist noch die Zusammenfassung für die Schnellscroller:

Ziel des MeMadeMay:

  • Über die sebstgemachte Garderobe nachdenken
  • Selbstgemachtes tragen
  • Kreativ werden mit den Outfits, die man mit selbstgenähtem kombinieren kann
  • slow fashion, selstgemact, nachhaltig, hochwertig
  • Nähen ist toll, Selbstgenähtes Tragen ist aber noch besser!

Tschüsschen,
Eure Lasercat

Verlinkt beim Samstagsplausch

2 Comments on #memademay2021 – Durch den Mai in selbstgenähten Outfits

  1. Gut zusammengefasst! Ist bei mir auch so, dass ich beim MeMadeMay nochmal schaue, was passt, was darf bleiben, was entdecke ich wieder/neu……Und ich freu`mich darüber, dass ich mittlerweile eigentlich nur noch MeMade trage. Und dass ich neue Accounts entdecke, so wie deinen.
    Herzliche Grüße
    Sabine

  2. Hallo lasercat, vielen Dank für die Fotos und das Teilen deiner Gedanken. Du hast, wie immer tolle Fotos gefunden. Das enge katzenkeid ist der absolute Oberhammer!

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