Kategorie: Nähprojekte

Elegant in den Frühling: Rock und Wickelshirt

Aus gegebenem Anlass kann ich aktuell leider keine neuen Oufitbilder posten. Ich bin immer noch schwanger und passe daher immer noch in keins meiner selbstgenähten Kleidungsstücke. Daher stelle ich Dir heute mein schönstes Frühlingsoutfit aus den letzten Jahren vor:

Rock und Shirt im Vintagestil

Das Shirt

Das Shirt ist nach dem Kleiderschnittmuster aus der Fashionstyle 09/2017 entstanden. Der Schnitt mit der raffinierten Wickeloptik ist eigentlich für ein Kleid, welches ich auch schon genäht habe (Hier ist der entsprechende Beitrag dazu). Da mir der Ausschnitt so gut gefallen hat, habe ich das Schnittmuster kurzerhand bis zur Hüfte gekürzt und mir noch ein Shirt daraus gemacht. Für das Shirt habe ich einen etwas dickeren Jersey verwendet als für das Kleid. Durch den etwas steiferen Stoff sitzt es optimal und sieht sehr elegant aus. Die Ärmel habe ich auch kürzer gemacht, das Original-Schnittmuster hat lange Ärmel. Ich habe es im letzten Jahr gerne und oft getragen, sowohl zu Röcken als auch zu Jeans.

Der Rock

Auch den Rockschnitt habe ich bereits zum zweiten Mal genäht. Der Schnitt stammt aus der Burda Easyfashion F/S 2009. Zum ersten Mal habe ich diesen Rock auch 2009 genäht. Unglaublich, das ist schon fast 10 Jahre her… Der Rock besteht aus einer Passe und einer langen, rechteckigen Rockbahn die vorne und hinten in Falten gelegt wird. Den Saum habe ich zusätzlich mit einem schwarzen Samtband dekoriert. Der Rock ist wirklich sehr einfach zu nähen, man sollte aber die Passe genau auf die eigenen Maße anpassen. Ich habe mich da irgendwie vermessen und habe den Rockbund dann danach oben noch ein bisschen eingekräuselt, damit er nicht absteht.

 

Mehr Fotos?!

Leider hatte ich es damals beim Nähen recht eilig, so dass ich es versäumt habe Fotos vom Entstehungsprozess beider Kleidungsstücke zu machen. Die Fotos vom Outfit auf dem Balkon sind leider auch nicht besonders gut geworden, so dass ich leider im Moment keine Bilder von den Details von Shirt und Rock habe. Die werde ich aber – Sobald ich beides wieder anziehen kann – nachreichen.

 

Gefällt dir dieses Outfit? Hast du Fragen zum Nähen, den Stoffen oder den Schnitten?  Dann schreib mir doch einen Kommentar auf meiner Facebook-Seite oder besuche mich auf Instagram.

Kimono Jacke

Kimono Blazer selbernähen

Den Stoff hatte ich im letzten Jahr für ein Abendkleid gekauft, das ich dann aber doch aus einem anderen Material genäht habe. Seitdem lag er im Schrank und wartete auf seine Bestimmung. Zur Zeit nähe ich viel Praktisches für die Zeit nach der Schwangerschaft und die Stillzeit, da sprang mir diese Anleitung aus der aktuellen Simply Nähen direkt ins Auge.
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Musikalisches Vintage-Kleid

Retrokleid aus tollem Notenstoff

Letzte Woche habe ich mein neues Lieblingsteil für den Frühling fertiggestellt: Ein leichtes Blusenkleid, inspiriert vom Stil der 50-er Jahre. Dabei hatte ich auch Gelegenheit, die Knopflochautomatik meiner Nähmaschine auszuprobieren.

Das Schnittmuster ist das Kleid „Evelyn“ aus der aktuellen Ausgabe der Simply Nähen (02/2019). Es ist das Covermodell und hatte mich direkt im Zeitschriftenregal schon angesprochen, da ich ein besonderes Faible für Vintage-Kleider habe. Der Schnitt wirkte auf den ersten Blick nicht besonders kompliziert und ich finde die Kombination des tiefen V-Ausschnitts mit dem kleinen Kragen ziemlich süß. Vorne ist das Kleid zum Knöpfen und an der Taille mit einem Gummiband gerafft. Also ideal für die Zeit nach der Schwangerschaft, wenn ich  zum Stillen ein knöpfbares Oberteil brauche und die Figur vielleicht auch noch nicht wieder so gut in Form ist.

Den schönen, musikalischen Stoff habe ich bereits letztes Jahr im August im Ausverkauf des Mannheimer Nähcenters entdeckt. Die Dame im Laden hat mich dann gefragt, ob ich denn ein Instrument spiele, weil ich vom dem Notenmuster so begeistert war. Ich habe ihr dann erklärt, dass ich leider keinerlei Talent fürs Musizieren besitze, allerdings leidenschaftlich gerne Musik höre – Bevorzugt Rock und Heavy Metal.
Es ist ein leichter, fließender Baumwollstoff der toll fällt und sich sehr weich auf der Haut anfühlt – Ideal für Blusen oder eben ein leichtes Kleid. Da ich letztes Jahr einfach kein schönes Schnittmuster dafür gefunden hatte, lag er im Schrank und hat wahrscheinlich nur auf diesen Schnitt gewartet. Die Knöpfe habe dazu habe ich dann spontan in der Stoffgalerie Rust in Neustadt eingekauft.

Nähen: Komplizierter Kragen und ein Experiment bei der Knopfleiste

Dies ist mein erstes Nähprojekt aus der Simply Nähen. Da ich meistens nach Burda Style Schnittmustern nähe, bin ich mit den Burda-Nähanleitungen bestens vertraut. Daher war ich sehr gespannt, wie ich mit der Schritt-Für-Schritt Anleitung aus der Simply Nähen zurecht komme. Ich habe mir die Anleitung erstmal durchgelesen, schon bevor ich das Schnittmuster ausgeschnitten habe. Alles war klar verständlich beschrieben. Besonders gut fand ich, dass an vielen Stellen auch erklärt wurde, warum bestimmte Arbeitsschritte gemacht werden. So steht dort zum Beispiel, dass der Kragen bewusst nicht mit Vlieseline verstärkt werden soll, damit er schöner fällt, oder dass man den Ausschnitt optional noch mit Nahtband vestärken kann. Diese Erläuterungen fand ich sehr hilfreich, weil ich so besser bewerten konnte, in wie weit ich Schnitt und Nähweise auf meinen Stoff anpassen musste.

Im Gegensatz zu Blusen oder anderen Hemdblusenkleidern die ich bisher genäht habe, ist es hier wirklich wichtig, dass der Kragen weich fällt. Ist der Kragen zu steif, würde er hinten abstehen und sich nicht richtig an den Halsausschnitt legen, oder Falten bilden. Bisher hatte ich noch nie so einen Kragen genäht, daher war ich Anfangs etwas irritiert davon und konnte mir nicht vorstellen, wie dieser Kragen am Ende gut aussehen sollte. Als ich das Oberteil dann fertig genäht hatte, war mir aber klar, was damit gemeint war. Auf den Bildern hier sieht man ganz gut, dass dieser Kragen recht flexibel ist und eben mit dem leichten Stoff des Kleides etwas schwingt und sich mitbewegen soll, vor allem eben hinten.

Der Kragen

Als erstes wird bei diesem Kleid das Oberteil zusammengenäht, direkt darauf folgt der Kragen. Hier hatte ich schon am Anfang so eine Vorahnung, dass ich diesen wohl nicht unverstärkt nähen sollte. Zwar steht es so in der Anleitung, jedoch hatte ich die Befürchtung, dass mein Stoff einfach zu leicht war, um Kragen, Ausschnitt und Schulternähte ohne zusätzliche Verstärkung zu arbeiten. Leichte Stoffe, die aber trotzdem gut fallen haben oft die Eigenschaft, an den Schulternähten zu verziehen und ein Kragen, der bei jeder Bewegung seine Position ändert und knittert, sieht auch nicht so schön aus. Nach Rücksprache mit den lieben Nähfreundinnen aus der Facebook-Gruppe „Frauenkleidung selber nähen„, habe ich mich dann entschieden, Kragen, Schultern und Ausschnitt doch zu verstärken.

Kragen ohne Vlieseline nähen

Hemdblusenkleid Ausschnitt mit Kragen

Den unteren Kragen habe ich mit einer ganz leichten Vlieseline unterlegt, so dass er nachwievor weich fällt und nicht zu steif wird, aber ein bisschen in Form bleibt. Den Halsausschnitt und die Schulternähte habe ich mit Vlieseline Nahtband unterlegt.

Dennoch wollte der Kragen am Anfang einfach nicht so richtig sitzen. Nach dem ersten Anheften war ich mit dem Ergebnis so gar nicht zufrieden. Der Kragen entsprach zwar genau der Größe auf dem Schnittmuster, aber nicht der Größe auf dem Bild vom fertigen Kleid. Die Enden des Kragens reichten bis zum Ende der Schulternähte, auf dem Bild aber nur bis zur Mitte der Schultern. Zudem war der Fall des Kragens hinten wirklich seltsam, da war plötzlich eine zusätzliche Falte, die gar nicht da hin gehörte. Ich hatte erst schon die Befürchtung, dass es an der Vlieseline im Kragen-Unterteil lag. Also habe ich den Kragen wieder abgetrennt, um 1cm in der Breite gekürzt und noch einmal eingenäht. Siehe da – Plötzlich passte alles. Der Kragen fällt jetzt perfekt, auch von hinten.

Knopfleiste mit der Knopflochautomatik

Bei meiner Nähmaschine war bereits ein Fuß für die Knopflochautomatik dabei. Knopflöcher gehören für mich zu den schwersten und riskantesten Nähtechniken überhaupt. Hier muss alles auf Anhieb sitzen. Ein falsch genähtes Knopfloch lässt sich nicht mehr auftrennen und rückgängig machen. Daher habe ich großen Respekt davor und hatte mich bisher noch nicht getraut, die Knopflochautomatik zu nutzen – Zumal ich auch nicht so genau wusste, wie sie funktioniert. Leider findet man hier bei Google und Youtube nicht sehr viele Informationen. Es gibt zwar einige Videos zu anderen Pfaff-Maschinen, aber leider ist die Funktion bei jedem Modell dann doch ein wenig anders. Also habe ich mir einen Stoffrest genommen und die Bedienungsanleitung meiner Maschine und habe einfach ausprobiert. Tatsächlich hat es einfacher funktioniert, als gedacht. Ich hatte mit wesentlich mehr Zeit gerechnet, bis die Knopflöcher sitzen. Mit dem Automatik-Fuß wurden die Knopflöcher wirklich perfekt gleichmäßig und haben sich wie von selbst genäht. Man muss einfach nur den Fuß einstecken, ein Knopfloch nach Wunsch auswählen und die Länge einstellen. Eine Maßtabelle dafür ist direkt oben an der Maschine, neben den Stichen. Dann näht die Maschine das Knopfloch komplett von selbst. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, ich habe so wesentlich saubere Knopflöcher hinbekommen, als mit der manuellen Knopflochfunktion.

Kleid Evelyn fertige Knopfleiste

Auf dem Foto sieht man noch ganz gut die angezeichnete Linie für die Knöpfe und Knopflöcher. Die hatte ich direkt nach dem Zuschneiden auch nochmal zusätzlich mit Heftfaden markiert. Da ich es nicht besonders mag, den Heftfaden „einzunähen“, habe ich den vor den Knopflöchern rausgezogen und mir die Linie nochmal eingezeichnet. Da der Stoff leider sehr ausfranst, habe ich ihn an den Knopflöchern noch mit etwas Stoffkleber fixiert, damit die Ränder der geöffneten Knopflöcher ordentlich aussehen.

Der Rest: Ärmel, Rock und Gummibund

Nachdem das Oberteil fertiggestellt war,  restlichen Arbeitsschritte am Kleid waren einfach und schnell gemacht. Die Ärmel werden leicht gerafft eingesetzt und dann unten einfach umgenäht. Bei einem schwereren Stoff hätte mich die Passform womöglich gestört, da sie so seitlich etwas abstehen. Da mein Notenstoff allerdings gut fällt, sieht man das kaum. Der Rock wird auch oben gerafft und dann an das Oberteil genäht. Der Gummibund, der eine tolle Taille zaubert, sitzt auf der großen Nahtzugabe des Rockteils. Laut Anleitung sollte man diese dann auf dem Rockteil festnähen, nachdem das Gummiband eingezogen wurde. Auf diesen Arbeitsschritt habe ich allerdings verzichtet. Die Falten des Rocks fallen so viel schöner, als wenn sie oben festgenäht wären und der Rockbund bleibt so etwas denbahrer, was das Anziehen erleichtert. Ich habe also die Nahtzugabe mit dem Gummiband einfach nach unten umgeschlagen und auf den Nahtzugaben von Hand etwas angenäht, damit sie nicht nach oben klappt.

Vintagekleid Evelyn aus der Simply Nähen

Styling: Das perfekte Kleid für den Frühling und das Sommerpicknick

Leider muss dieser Teil des Blogbeitrags etwas später folgen – Aktuell passe ich dank Babybauch noch nicht wirklich in das Kleid. Daher folgen die Tragefotos später, wenn meine Tochter geboren ist und ich wieder vor die Tür gehen kann. Den Saum des Kleides habe ich daher auch noch nicht umgenäht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es immer besser ist, den Saum direkt beim Tragen abzustecken bzw. abstecken zu lassen als dies an der Schneiderpuppe zu machen. Selbst wenn ich die Puppe auf meine Schulterhöhe einstelle, ist sie eben doch noch etwas anders gebaut als ich und bewegt sich auch anders. Daher werde ich den Saum erst fertigstellen, wenn ich das Kleid auch anziehen kann. Bis dahin gibt es erstmal nur ein paar Bilder von der Schneiderpuppe.

Kleid mit Inspiration der Fünfziger Jahre und Gürtel

Für den Frühling werde ich zum Kleid wahrscheinlich noch ein Strickjäckchen tragen müssen, weil es noch zu kalt ist. Dafür kann ich dann meine schönen Pumps und Schnürschuhe dazu anziehen. Im Sommer werde ich es dann mit Sandalen tragen. Am besten sieht das Kleid in Kombination mit einem schönen Tailliengürtel aus. Durch den versteckten Gummibund auf der Innenseite sieht es dann aus, als würde das Kleid durch den Gürtel gerafft und der Gürtel sitzt auch immer perfekt an der richtigen Stelle. Je nach Tragekomfort werde ich mir aber trotzdem noch ein paar unsichtbare Gürtelschlaufen an den Seitennähten annähen, damit der Gürtel auch bei einem Spaziergang oder einem Tag auf dem Kinderspielplatz (Ja, das kommt wohl demnächst auf mich zu), an seinem Platz bleibt.

Resteverwertung: Babykleid und Stirnband

Ich gebe es zu – Ich stehe auf Mutter-Tochter Partnerlook. Von dem Notenstoff war wirklich nicht mehr viel übrig – Aber es hat gerade noch so für ein Kleidchen und ein Schleifchen gereicht. Das Babykleid habe ich nach dem Kostenlosen Schnittmuster „Peasant Dress“ von Sew Much Ado genäht. Da der Stoff für das mittlere Teil nicht ganz gereicht hat, habe ich es in zwei Teile aufgeteilt und unten noch eine Rüsche angesetzt. Das Stirnband ist einfach nur ein Jerseyband mit einer Schleife nach der Anleitung aus diesem praktischen Youtube-Video.

Kleines Babykleidchen mit Schleifenband

Ich bin schon sehr gespannt, ab wann es meinem Baby passt und wie es darin aussieht. Auch hier werde ich noch ein paar Fotos ergänzen, wenn es soweit ist.

 

Hast du noch Fragen zu diesem Projekt? Oder hast du dieses Kleid auch schon genäht? Schreib mir doch einen Kommentar auf meiner Facebook-Seite oder besuche mich auf Instagram.

Wickelshirt mit Polka Dots

Jerseyshirt in Wickeloptik

Dieses Projekt begann mit einem Paar Schuhe.

Ruby Shoo Black White Polka Dot pumps

An einem ruhigen Freitag-Abend im März entdeckte ich bei Kleiderkreisel diese wunderschönen Pumps von Ruby Shoo. Da ich Polka Dots und Retro Styles liebe (Das ist wohl nicht zu übersehen in meinem Instagram Account 🙂 ), musste ich die Schuhe natürlich sofort haben. Etwa eine Woche später standen sie vor mir und ich habe mich wahnsinnig gefreut.

Als ich jedoch meine neuen Schuhe das erste Mal anprobierte, fiel mir auf, dass ich gar kein passendes Outfit dazu habe. Ich besitze zwar ein gepunktetes Kleid, ein Haarband und ein verwaschenes T-Shirt, aber nichts davon passte wirklich gut zu den Pumps. Das Kleid passte besser zu Sandalen, das T-Shirt ziehe ich gar nicht mehr an und beim Haarband hatten die Punkte eine ganz andere Größe und Struktur. Da beschloss ich kurzerhand, mir etwas Passendes dazu zu nähen.

Stoff & Schnitt

Der Stoff mit dem passenden Punktemuster war schnell gefunden. Er stammt aus der Stoffgalerie Rust in Neustadt an der Weinstraße. Es handelt sich um einen festen, dickeren Jerseystoff. Ich mag für Shirts gerne etwas dickere Jerseys, weil ich finde dass sie sich etwas schöner an die Figur anschmiegen, als die Dünneren, die eher so herunterhängen. Außerdem sind dickere Jerseys garantiert blickdicht.

Den Schnitt habe ich selbst kombiniert aus einem „echten“ Wickelshirt aus der Burda 03/2012. Der untere Teil besteht dabei aus langen Bindebändern, ich habe ihn mit einem Shirt-Unterteil ersetzt, lediglich Ausschnitt und Brustteil haben noch die Wickeloptik. Die Ärmel habe ich ein Stückchen verlängert, da ich gerne Halbarm-Shirts trage. Ursprünglich gab es den Schnitt als Kurz- oder Langarmshirt

Shirt selber nähen: Die Nähmaterialien
Punktestoff, Schere, Schnitt – Check

Nachdem ich das Shirt zugeschnitten hatte, wollte ich ihm noch eine etwas persönliche Note geben. Einfach nur Punkte waren mir schlicht und ergreifend zu langweilig. Also habe ich meinen Fundus an Spitzen und Borten durchsucht und diese schöne lilane Elastik-Borte entdeckt. Die kam dann direkt an die Taille und die Ärmel.

Spitzenborte am Ärmelsaum und in der Taille

Nähzeit: 6 Stunden

Das Shirt selbst war sehr einfach zu nähen. Ich habe dafür etwa 6 Stunden benötigt. Die meisten Nähte habe ich mit meiner Overlock Maschine genäht, die Säume mit der Zwillingsnadel. Die Spitzenborte habe ich mit einem flachen Zickzackstich am Stoff befestigt, damit die Dehnbarkeit nicht verloren geht.

 

 

Langarmshirt in Wickeloptik selber nähen

Den Saum habe ich zum Schluss noch mit einem Bund versehen. Ursprünglich wollte ich ihn nur umnähen, mir war das Shirt dann aber noch etwas zu kurz, also habe ich es dadurch ein paar Zentimeter verlängert. Außerdem bleibt das Shirt durch den Bund an Ort und Stelle und rutscht nicht nach oben.

Ein Oberteil für alle Anlässe

Eigentlich sollte jeder so ein Punkteshirt im Schrank haben. Es passt sowohl zur Jeans als auch zum Rock und ist sowohl fürs Büro als auch für die Freizeit geeignet. Und durch die halblangen Ärmel hat es immer Saison. Mit der lila Spitzenborte habe ich dem Shirt meine persönliche Note verpasst. Seitdem ich es genäht habe, hatte ich es mindestens einmal in der Woche an. Auch die Pumps habe ich schon dazu getragen, es sieht aber auch gut aus zu schwarzen Pumps oder Converse Chucks, Hier ist mir ein echtes Lieblingsstück gelungen. Mehr Bilder von meinen Outfits mit dem Shirt findet ihr bald auf meinem Instagram Account.

Jerseyshirt in Wickeloptik selber nähen

Stehst du auch auf Polka Dots? Dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar auf  meiner Facebook-Seite oder über Instagram!

 

 

 

 

 

 

Nähtipps 1: Die Garnbox – Ein Ordnungshelfer

Box für Nähgarne

In diesem Beitrag stelle ich ein praktisches Produkt für die Hobbyschneiderei vor: Die Garnbox. Sie erleichtert das Aufräumen, Sortieren und vor allem das Wiederfinden von Nähgarn. Von diesem Ordnungshelfer bin ich so begeistert, dass ich mir gleich zwei davon gekauft habe. Mehr darüber, warum diese Garnboxen so nützlich sind, wo man sie kaufen kann und Bilder meiner Boxen mit einsortiertem Nähgarn findet ihr im Folgenden.

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Aufgeschoben und vergessen – Meine angefangenen Projekte

Nähmaschine und Miezi

Da liegt es, das pinke Maxikleid. Oder zumindest das, was davon schon fertig genäht ist. Und da liegt es gut. Schon seit bald fünf Jahren. Ich habe es nie fertig gemacht. In der Zwischenzeit habe ich es mehrmals wieder ausgepackt und war mir sicher: „Diesen Sommer nähe ich das fertig.“ – Und dann war wohl doch nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Genauso geht es auch dem lila Maxikleid, dem grauen Rock und so manch anderem halbfertigen Kleidungsstück.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Dinge voller Elan zu beginnen und dann die Motivation zu verlieren, liegt in der Natur der meisten Menschen. Wer hat nicht irgendwas zuhause, was er unbedingt mal fertig machen wollte und dann wieder vergessen hat? Ich für meinen Teil habe eine ganze Menge solcher Projekte. Ein paar davon möchte ich euch hier mal vorstellen.

Einige angefangene Projekte – Und warum sie immer noch herumliegen

Das Maxikleid mit Pink
Als die Maxikleider gerade wieder modern wurden, habe ich dieses Schnittmuster in der Burda Easy Fashion gesehen. Ein Maxikleid aus riesigen Rüschen! Der Wahnsinn! Den Stoff fand ich spontan und wollte ihn sofort verarbeiten. Also kombinierte ich ihn mit schwarzem Chiffon und fand es großartig. So großartig habe ich allerdings nicht gearbeitet. Die Rüschen sind teils etwas krumm und schief und der Reißverschluss passt farblich überhaupt nicht dazu. Zudem habe ich kurz nach dem Nähen etwas zugenommen, so dass das Kleid heute schon etwas eng sitzt, obenrum. Kurz gesagt – Hier ist eine Menge Korrekturarbeit notwendig, damit ich mich in dem Kleid auf die Straße trauen würde. Und ich müsste ein bisschen abnehmen. Mal sehen – Nächsten Sommer vielleicht 😉

Das Maxikleid  in lila
Mit den Maxikleidern habe ich auch kein Glück. Den großartigen Chiffonstoff für das Oberkleid hat mir meine verstorbene Mutter geschenkt. Sie hatte damals den Vorschlag gemacht, daraus ein Maxikleid zu machen. Leider reichte der Stoff nicht für ein komplettes Kleid, so dass ich das Unterkleid aus einem etwas schwereren Synthetikstoff gemacht habe. Dieser ist aber viel zu schwer. In Kombination mit dem zarten Crepe-Chiffon sieht er aus wie ein alter Vorhang. Dementsprechend hatte ich das Kleid einmal an und seitdem wartet es darauf, dass ich mir die Zeit nehme, das Unterkleid rauszutrennen und durch einen leichteren, besser passenden Stoff zu ersetzen.

Der graue Rock
Er ist fast fertig, eigentlich fehlt nur noch der Saum. Nur habe ich mich hier total bei der Größe vertan. Er ist mir viel zu groß. Da ich nicht vorhabe, viel zuzunehmen, suche ich seit drei Jahren jemanden, dem der Rock passt. Dann passe ich den Saum der Größe und den Wünschen seiner Trägerin an. Schon einige Bekannte und Freunde haben den Rock anprobiert – Aber das Aschenputtel dem er richtig passt, hat sich noch nicht gefunden.

Der Blazer in nude
Ich sah diesen Stoff und wollte unbedingt einen bestimmten Blazer-Schnitt daraus nähen. Es hat sich nur leider herausgestellt, dass mir weder der Schnitt, noch die Farbe gut stehen. Und ein bisschen zu klein ist er auch geworden. Eigentlich fehlen nur noch die Knöpfe an den Ärmeln – Und die Motivation, das Ding fertig zu machen und eine Besitzerin dafür zu finden.

Das lila Katzen-T-Shirt
Ich habe einmal in einem alternativen Laden ein T-Shirt mit einem echt genialen Katzenmotiv gefunden. Leider ist es kein tailliertes Shirt, sondern ein eher wabbliger Schnitt. Seit dem Sommer wartet es darauf, in ein sexy Katzenshirt umgewandelt zu werden. Es wird wohl bis nächstes Jahr warten…

Der Stepp-Rock
Diesen Rock habe ich mit 13 selbst genäht. Er ist aus Steppstoff und hat rechts und links Reißverschlüsse. Eigentlich ein tolles Teil (Wenn ich noch reinpassen würde^^). Da ich ihn viel und gern getragen habe, ist das Futter an manchen Stellen etwas ausgerissen. Den Rock zu reparieren habe ich auf den Zeitpunkt geschoben, an dem ich wieder reinpasse. Denn was sollte ich sonst damit?

Nähe ich das irgendwann mal fertig?

Manchmal beginne ich Projekte voller Begeisterung – Und dann bleiben sie liegen. Es fällt mir unglaublich schwer, mich wieder dafür zu motivieren, daran weiterzumachen. Ich fühle mich deswegen nicht schlecht, schon meine Mutter hatte einige nie vollendete Projekte in ihrer Nähecke. Trotzdem wurmt es mich ein wenig, dass die Sachen nicht fertig werden. Motivation, damit wieder anzufangen, habe ich allerdings auch nicht. Also schiebe ich sie auf – Auf den richtigen Zeitpunkt, wenn ich total Lust habe, genau das zu machen oder zu tragen. In der Hoffnung, dass er irgendwann kommt.

Nicht alle Sachen bleiben für immer liegen. Zum Beispiel habe ich diesen Sommer ein zauberhaftes Sommerkleid fertig genäht (Vorgestellt in diesem Post), das zuvor auch mindestens drei oder vier Jahre halbfertig im Schrank hing.

Nähen ist für mich keine Arbeit, die ich erledige, weil ich Geld dafür bekomme oder weil etwas Schlimmes passiert, wenn ich es mal nicht mache. Es ist mein liebstes Hobby und hat für mich sehr viel mit positiver Stimmung und Motivation zu tun, aber auch mit Begeisterung für das aktuelle Nähprojekt. Manche Projekte halten meine Begeisterung länger als andere. Bei manchen ist die Begeisterung aber auch irgendwann plötzlich weg. Das kann einen bestimmten Grund haben, den gibt es aber manchmal auch nicht. Da habe ich dann einfach keine Lust mehr, das Projekt zuende zu bringen und verschiebe es auf unbestimmte Zeit.

Ich hoffe, dass auch die oben aufgeführten, aufgeschobenen Projekte irgendwann ihre Zeit bekommen.

Habt ihr auch schon Nähprojekte angefangen und nie fertiggestellt? Dann schreibt mir doch einen Kommentar